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Am 23.10.2021 fand das Diözesane Forum in Rietberg statt.

Hier eine kleine Nachlese

 


Am Samstag, 23.10.21 fand in der Schulaula des Schulzentrums in Rietberg das Diözesane Forum statt. Rietberg war einer von 6 Standorten im ganzen Erzbistum, an dem sich Haupt- und Ehrenamtliche aus den Pastoralen Räumen trafen, um über die Zukunft der Kirche nachzudenken. Aber zu Beginn war allen ca. 70 Teilnehmenden erstmal die Freude, endlich wieder persönlich zusammen zu kommen, deutlich anzumerken. „Endlich treffen sich wieder echte Menschen!“, beschrieb Moderator Tom Hegermann aus dem zentralen Studio die Gefühlslage.

Doch nicht nur Freude über die persönliche Begegnung prägte das Diözesane Forum. Es ging auch und vor allem um die drängende Frage nach der Zukunft der Kirche in herausfordernden Zeiten. „Wir müssen die Kraft zur Veränderung haben“, sagte Erzbischof Hans-Josef Becker, der im Auftakt-Livestream zu den Teilnehmenden sprach. Gleichzeitig lud er die Zuhörerinnen und Zuhörer ein, das Forum dazu zu nutzen, „neugierig die Möglichkeiten zu entdecken, die sich bieten“.

Dazu ermutigte auch Monsignore Dr. Michael Bredeck, Leiter des Bereichs Pastorale Dienste, im gleichen Livestream. „Es geht nicht darum, unsere Strukturen zu optimieren, sondern zu transformieren“, sagte er.

Mit diesen Anregungen gingen die nach Rietberg gereisten Teams auf Schatzsuche, um mit Hilfe der sechs Schlüsselthemen, die beim Diözesantag 2020 erstmals vorgestellt wurden, zu gucken, was bei ihnen vor Ort schon gewachsen ist und gelungene Beispiele auszutauschen. Beim Schlüsselthema „Corona und die Zukunft der Kirche“ stellten die Teilnehmenden zum Beispiel fest, dass die Corona-Pandemie wie ein „Musterunterbrecher“ gewirkt habe. Weil die gewohnten Angebote aufgrund der Kontaktbeschränkungen plötzlich weg waren, habe man neue Ideen auf einmal schnell umsetzen können. „Das gewohnte war nicht mehr möglich, wir mussten handeln, und es ging“, lautete die Feststellung. Und: „Mit den Angeboten, die während der Pandemie keiner vermisst hat, müssen wir jetzt auch nicht mehr anfangen.“

Am Nachmittag war zu Beginn Phantasie gefragt: „Zurück in die Zukunft“ hieß es jetzt. Klemens Reith, Referent für Sakramentenpastoral im Bereich Pastorale Dienste und Moderator in Rietberg, lud zu einer Phantasiereise ein: Wie wird der Glaube im Jahr 2045 gelebt? Und was müssen wir jetzt und heute tun, damit der Glaube dann noch lebendig ist? Diese Fragen nahmen die Teilnehmenden mit in eine weitere Gesprächsrunde, in der sie sich über Ideen und mögliche erste Schritte in die Zukunft unterhielten.

Während des ganzen Tages waren auch sogenannte Seismographen anwesend, die vor Ort Eindrücke für die Bistumsleitung sammeln sollten.

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB, als einer der Seismographen in Rietberg, bezeichnete es als Hoffnungszeichen, dass so viele junge Frauen und Männer zum Forum gekommen seien. Und er ergänzte: „Wir haben eine Botschaft, die jeder für sich in den Mittelpunkt stellen müsste, dann wirkt die Botschaft auch nach außen.“ Gerade bei den jungen Leuten habe er wahrgenommen, dass ihnen diese Botschaft viel wichtiger sei als Strukturen.

Auch das Fazit der Teilnehmenden nach dem Ende des Diözesanen Forums fiel in Rietberg positiv aus. So wurde die intensive Arbeitsatmosphäre gelobt und von den Ideen und Gedanken berichtet, die von den einzelnen Teilnehmenden mit nach Hause genommen wurden. Eine Teilnehmerin meinte zum Abschluss: „ Jetzt braucht es Mut, wenn wir die Zukunft angehen wollen.“