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Kaffee, Klamotten, Klön

„Franz & Carla“ – ein neues Angebot im pastoralen Raum Gütersloh

Nach der Shoppingtour im „Carla“ können Besucher im Café „Franz“ frischen Kaffee und leckere Waffeln oder Kuchen genießen. Brunhild van der Veken (links) und Burgi Klingenberg gehören zum Team der ehrenamtlichen Helfer, das sich über weitere Unterstützer freuen würde.


 
Gütersloh
(SkF). Mit ganz viel Herzblut haben sie dieses Projekt vorangetrieben und nun, nach zwei Jahren, endlich die Türen öffnen können: Das „Franz & Carla“ präsentiert sich im Souterrain des Franziskus-Hauses, Unter den Ulmen 23 in Gütersloh und bietet Kaffee, Kuchen und Klamotten zum schmalen Preis - und das alles ganz schön schick mit einer Prise Retrocharme.

Das Projekt ist eine Gemeinschaftsarbeit der Kirchengemeinde St. Pankratius, der Caritaskonferenz St. Pankratius und des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF). Und der Name ist Programm: „Franz“ leitet sich vom Franziskus-Haus ab, „Carla“ aus dem Caritas-Kleiderladen, der direkt neben dem Café zum Stöbern einlädt. „Die Räumlichkeiten wurden frei, die Kleiderkammer der Caritas suchte eine neue Bleibe und wir hatten schon lange die Idee eines eigenen Cafés. Diese Chance mussten wir nutzen“, erklärt die SkF-Vorsitzende Ursula Pantenburg. Die Menschen, die den SkF aufsuchen, um Beratung in Anspruch zu nehmen, haben bis dato die Wartezeit auf dem Flur verbringen müssen. „Uns ist aufgefallen, dass die Menschen untereinander ins Gespräch gekommen sind“, erklärt Pantenburg. Nun können die Besucher dafür während der Öffnungszeiten auch das Café nutzen.

Im „Carla“ kann derweil nach Lust und Laune geshoppt werden. Gut erhaltene Kleidung und Accessoires für Männer und Frauen warten dort einladend dekoriert auf neue Besitzer. Der Verkaufstresen, eine Umkleidekabine und mehrere große Spiegel lassen vergessen, dass es sich um ein soziales Projekt handelt. „Genau so soll es auch sein- es geht um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, um ein Stück Normalität“ beschreibt es Helmut Hollen, Vorsitzender der Caritas-Konferenz.

Und das Schöne: Das „Franz & Carla“ ist für alle geöffnet - nicht nur für die, die gerade die Beratungsstelle aufsuchen oder kein Geld haben, um in einem Café fünf Euro für Kuchen und Kaffee auf den Tisch zu legen. „Das Franz & Carla ist Anlaufstelle für alle Interessierten im Quartier - unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Konfession“, ergänzt auch SkF-Vorstandsmitglied Jutta Schmitz-Bücker, die als Innenarchitektin dem Café den gewissen Retrocharme eingehaucht hat. Unterstützung hat sie dabei von der Gütersloher Agentur „Gestalten.de“ um Michael Kuhne bekommen, der das Logo entworfen hat. Natürlich wäre die Umsetzung ohne die Investition der Kirchengemeinde, die Fördermittel aus dem Armutsfond des Erzbischofs und vieler Spender nicht möglich gewesen. Die operative Arbeit wird im ersten Projektjahr durch die Ulrich-Bongartz-Stiftung unterstützt.

Im „Franz & Carla“ stehen zweimal die Woche, immer dienstags und donnerstags von 15 bis 17 Uhr,  Ehrenamtliche. „Ohne die läuft hier gar nichts“, so die Verantwortlichen. Und wer fertig ist mit Kaffee trinken, noch Geld für einen zweiten hätte, der darf einen Kaffee mittels einer Wertmarke verschenken.

Weitere Infos gibt es auch im Internet unter www.franz-carla.de .