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Einladung zur Gedenkveranstaltung an die Pogromnacht vom 9. November 1938

Bildquelle: Pogromgedenken 2017/Archiv



Am 9. November 2018 wird sich zum 80. Mal die Reichspogromnacht von 1938 jähren. Damals brannten in Deutschland 1400 Synagogen, Gebetsräume und weitere jüdische Versammlungsstätten. Mehrere tausend Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört, beziehungsweise geschändet. 400 Juden wurden ermordet oder in den Suizid getrieben. In den folgenden Tagen wurden 30.000 Juden in Konzentrationslager verschleppt. Hunderte verloren dort in kurzer Zeit ihr Leben. Dieses Novemberpogrom war der von den Nationalsozialisten verordnete und lückenlos geplante Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung zur systematischen Verfolgung der Juden. Es handelte sich nicht, wie von den Nazis verbreitet, um einen Volksaufstand, sondern um Staatsterror, der zur Shoa und zur Ermordung von sechs Millionen Juden führte.

Der Christenrat und die Stadt Gütersloh laden Sie ein, gemeinsam der Ereignisse in der Pogromnacht vom 9. November 1938 zu gedenken, in der auch in Gütersloh die Synagoge und jüdische Wohnhäuser brannten und in der Menschen gedemütigt, gequält und verfolgt wurden – jüdische Mitbürger, die seit Generationen bei uns ihre Heimat hatten. Die Pogromnacht war der Beginn dieser entfesselten Gewalt. Auch von Gütersloh aus wurden später Menschen deportiert und in den Konzentrationslagern ermordet.

Mit der Erinnerung an die Verbrechen gegen jüdische Mitbürger und die Verfolgung und Ermordung von Juden unter der Naziherrschaft wollen wir auch in diesem Jahr ein Zeichen setzen gegen Hass und Gewalt, gegen Ausgrenzung und Diskriminierung. Im Interesse eines guten und friedlichen Miteinanders aller Menschen in unserer Stadt bitten wir Sie herzlich um Ihre Teilnahme.

Das Programm am Freitag, 9. November 2018:

16:00 Uhr Gedenkfeier am Synagogengedenkstein in der Daltropstraße

Begrüßung und Rahmengestaltung durch Vertreter des Christenrates sowie Schülerinnen und Schüler des Ev. Stift. Gymnasiums sowie des Gymnasial-posaunenchors

Ansprache von Herrn Bürgermeister Henning Schulz

(Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, eine Kerze mitzubringen und diese während der Gedenkfeier am Gedenkstein abzustellen.)