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Fahrt zur Echternacher Springprozession (Luxemburg) am 22.05.2018

Die Springprozession ist seit 2010 immaterielles Weltkulturerbe der Unesco

Springprozession

Bei der Springprozession wird tatsächlich gesprungen (manche mehr, manche weniger). Auf Französisch heißt die Prozession „la procession dansante“, die Tanzprozession. Das Springen/ Tanzen ist Zeichen der Freude vor Gott, kann aber auch die Bitte der Menschen mit besonderen Anliegen ausdrücken. Die Springprozession ist Gebet und Haltung des Menschen vor Gott; nicht nur der Geist des Menschen, sondern auch sein Körper ist an diesem Gebet beteiligt; „ein Gebet mit den Füßen“. 

2010 wurde die Springprozession auf die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der Unesco gesetzt. Neben dem Weltkultur– und Naturerbe ergänzt die Liste der Unesco besonders zu schützende immaterielle Kulturgüter wie Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Sprachen, Bräuche, Feste oder Handwerkstechniken. 

Sie können an der Springprozession teilnehmen oder auch zusehen. Für die freien (Spring-) Gruppen gibt es keine Kleiderordnung, dennoch ist eine dunkle (schwarze) Hose und ein weißes Hemd/ eine weiße Bluse angemessen. Bequeme Schuhe sind erforderlich. Über 40 Musikvereine, ca. 8000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Springprozession und mehrere tausend Betende am Straßenrand bitten für ihre mitgebrachten Gebetsanliegen. Die Prozession endet am Grab des Hl. Willibrord. Es schließt sich der sakramentale Segen und eine feierliche Pilgermesse auf Deutsch, Luxemburgisch und Französisch an.

Die Springprozession findet zu Ehren des Heiligen Willibrord statt. Er wurde 658 in England geboren. Im Jahr 690 setzte Willibrord zum europäischen Kontinent über, um den Friesen den christlichen Glauben zu bringen. Willibrords geschickter Missionspraxis verdankte er auch eine Schenkung in Echternach, wo er ein Kloster gründete. 719 kam Winfried, besser bekannt unter dem Namen Bonifatius, zu Willibrord und blieb fast drei Jahre bei ihm, bis er nach Germanien zog, um dort das Evangelium zu verkünden.
Schon sehr früh nach Willibrords Tod im Jahr 739 wurde er als Heiliger verehrt, und zahlreichere Pilger zogen zu seinem Grab. Seine Biographien berichten über Legenden und unzählige Wunder, die dazu führten, dass das Ansehen und die Verehrung des Heiligen wuchs.

Abfahrtstationen sind die St. Bruder Konrad Kirche Spexard und der Pendlerparkplatz in Wiedenbrück. Während der ca. 4-stündigen Fahrt werden ausreichend Pausen an Raststätten gemacht. In Echternach besteht nach der Springprozession die Möglichkeit, in einem der zahlreichen Cafés und Restaurants günstig zu essen. Es wird oft ein Pilgeressen angeboten oder man isst selbst mitgebrachtes Essen am Ufer der Sauer. Bereits im Bus werden wir uns betend, singend, aber auch durch Informationen auf die Springprozession vorbereiten.

Jeder kann teilnehmen, Minderjährige nur in Begleitung einer Aufsichtsperson.

Daten:
 
ab 4.15 Uhr morgens
 15.30 Uhr Rückfahrt ab Echternach, Luxemburg
 voraussichtliche Rückkehr gegen 19.30 Uhr

Kosten: 30,00 € / 15,00 € für Schüler/Studenten (Busfahrt)

Anmeldung : Dekanat Rietberg-Wiedenbrück, 05241/ 222950-0, dekanat@rietberg-wiedenbrueck.de